Verarbeitung der Erkrankung
Die Diagnose einer Krebserkrankung stellt für jeden Menschen zunächst
einen Schock dar, der verarbeitet werden muss. Nach der Diagnose stehen
medizinisch notwenige Maßnahmen wie eine Operation und Folgebehandlungen
im Vordergrund. Der betroffene Mensch erleidet manchmal massive Ängste und
macht Erfahrungen, die er häufig mit niemandem teilen kann. Stellt
sich die Verarbeitung der Erkrankung als Überforderung dar, ist dieBegleitung durch die Fachärztin / den Facharzt oder die Hausärztin /den
Hausarzt allein schon aus zeitlichen Gründen nicht ausreichend.
Wohlbefinden und Entspannung
Das Erleben der Erkrankung und der Umgang damit können jedoch den
Verlauf der Heilung beeinflussen. Insbesondere die Reduktion von erlebtem Stress wirkt
sich positiv auf das Wohlbefinden aus und lässt das Immunsystem besser
arbeiten, was zur Gesundung beiträgt. Allein die Möglichkeit,
sich mit den Ängsten und Nöten anzuvertrauen ohne das Gegenüber
schützen zu müssen, bewirkt schon eine Entlastung und Entspannung.
Die Erarbeitung eines konstruktiven Umgangs mit der Erkrankung, das heisst
Mitarbeit, Informationssuche, Hilfesuche, aktive Entscheidungen helfen
der Überwindung der Krise und fördern den Heilungsprozess. Konkrete
Problemlösungen, direkte Information, das Erlernen von Entspannungstechniken
und die Veränderung von Gedankenschemata und Verhaltensweisen können
deutliche Verbesserungen der Lebensqualität bewirken.
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